Besuch der Gedenkstätte Augustaschacht (Das Arbeitserziehungslager Ohrbeck bei Osnabrück)

von Manfred Will:

Am 23.07.2026, um 15.30 Uhr empfing der Osnabrücker Geschichts-Student Paul Steinbrink 16 interessierte Personen der „Kulturfamilie Lotte“ zu einer speziellen Führung am Eingangsportal der Gedenkstätte Augustaschacht.

Besuch der „Kulturfamilie Lotte“ zu einer speziellen Führung am Eingangsportal der Gedenkstätte Augustaschacht

Das Arbeitserziehungslager Ohrbeck bei Osnabrück war eines von über 100 AZ-Lagern, die während des 2. Weltkriegs im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten existierten. Eingerichtet von der Gestapo, sollten sie dem Zweck dienen, ausländische Arbeiter, die für die deutsche Kriegswirtschaft Zwangsarbeit leisteten, zu disziplinieren und ihren Widerstandswillen zu brechen.

Im Augustaschacht, einem früheren Schachtgebäude in der Nähe eines Hüttenwerks, litten von Januar 1944 bis zur Auflösung des Lagers im April 1945 mehr als 2000 Häftlinge aus fast 20 Nationen an Hunger und Kälte. Erniedrigung und Krankheit, Schlägen und Folter. Mindestens einhundert von ihnen verloren ihr Leben durch die unmenschlichen Behandlungen im Lager, im Hüttenwerk oder beim Beseitigen von Trümmern und Blindgängern in der Stadt Osnabrück.

Nach 1,5 Stunden verabschiedete sich die „Kulturfamilie“ und bedankte sich bei Paul Steinbrink für die detaillierten Ausführungen in und um die Gedenkstätte Augustaschacht. Der Tradition folgend, ließen die 16 Kulturinteressierten den Nachmittag im Lotter „Kreuzchen“ ausklingen. Das offene Bulli-Cabriolet von Manfred Will fuhr 130 € für die Bürgerstiftung Lotte ein.