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Donnerstag, 04. August 2022

Vereine, Kitas, Altenpflege: Wo sich die Bürgerstiftung Lotte engagiert


Von Beginn an engagieren sich Dieter-Joachim Srock (links) als Stiftungsratsgeschäftsführer und Wolfgang Israel als Stiftungsratsvorsitzender in der Bürgerstiftung Lotte. FOTO: Ursula Holtgrewe

Seit zehn Jahren fördert die Bürgerstiftung Lotte Projekte in der Gemeinde Lotte. Zeit für einen Rückblick und eine Bilanz.

Die Gründung: Die Grundidee, sich im Ruhestand gemeinnützig zu engagieren, sei ihnen vor zwölf Jahren gekommen, berichten der heutige Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Israel und der Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock. Ihr Ziel: unter dem Leitmotiv „von Bürgern für Bürger“ in Lotte etwas zu bewegen und die Identifikation mit der Gemeinde, das Wir-Gefühl, zu stärken.

Ihr Ansinnen stieß schnell auf Unterstützung: „Das Dotationskapital von 25.000 Euro haben wir mit neun Personen zusammenbekommen“, erinnert sich Srock. Seitdem fördere die Stiftung mithilfe der Finanzkraft der lokalen Unternehmen sowie des ehrenamtlichen und finanziellen Engagements der Bürger lokale Projekte.

Die Finanzen: Für das Stiftungsvermögen gelte der Grundsatz der Substanzerhaltung, erläutert Israel. Damit sei auch die Nachhaltigkeit sichergestellt. Srock ergänzt: „Dadurch, dass uns Gerbrun Hose eine Wohnung übertragen hat, ist das Stiftungskapital auf mehr als 100.000 Euro gestiegen.“ Die Mieteinnahmen seien eine sichere Größe für die Förderung. Das Geld liege auf einem Stiftungstreuhandkonto der Kreissparkasse Steinfurt.

Im Jahr 2021 gab es nach Auskunft des Bundesverbands Deutscher Stiftungen bundesweit 24.650 Stiftungen, von denen 863 im vergangenen Jahr neu ins Leben gerufen worden waren, ein Wachstum von rund 3,6 Prozent. Spitzenreiter ist Darmstadt mit 232 Stiftungen, gefolgt von Würzburg (104) und Frankfurt am Main (86). Osnabrück liegt auf Platz 14 (59). Neun von zehn Stiftungen engagieren sich für steuerbegünstigte Zwecke, sind also gemeinnützig.

Bürgerstiftungen gibt es seit 25 Jahren, die ersten etablierten sich in Hannover und Gütersloh. 2021 gab es bundesweit 420 solcher Institutionen mit einem Stiftungskapital von insgesamt rund 503 Millionen Euro, die 30.000 Stifter dort eingelegt haben. Alle zusammen haben mit rund 210 Millionen Euro gemeinnützige Projekte unterstützt. Insgesamt 27.000 Ehrenamtliche sind in Bürgerstiftungen aktiv.

In Nordrhein-Westfalen gab es im vergangenen Jahr 115 Stiftungen mit einem durchschnittlichen Stiftungskapital von etwas über 1,06 Millionen Euro.

Als „Highlight“ betrachtet Srock eine Spende der Wersener Apothekerin Marlies Kütter Ende 2020 als Zustifterin. Eine Förderin der ersten Stunde wiederum ist Geschäftsfrau Martina Cord, die den Kunden ihres Edeka-Marktes ermöglicht, Pfandbons für die Stiftung zu spenden.


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