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Montag, 11. März 2019

Energie- und Umweltthemen - Bürgerstiftung bleibt vielfältig engagiert in Lotte


Im Stiftungsrat engagieren sich Dieter-Joachim Srock (von links), Wolfgang Israel, Wolfgang Johanniemann, Ulrich Harhues, Manfred Wilke, Jasmin Sotta, Rainer Lammers, Jörg Wehmeier und Matthias Pfordt. Foto: Ursula Holtgrewe

Quelle: Neue-OZ - Neubesetzung des Stiftungsrats und die Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft zählten zu den Themen der jüngsten Stiftungsratssitzung der Bürgerstiftung Lotte.

Der Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Israel blickte ein dreiviertel Jahr zurück, als die Idee aufgekommen sei, eine Bürger-Energiegenossenschaft zu gründen. „Erlöse sollen in unsere Arbeit fließen“, hoffte Israel in die Zukunft.

Bürger-Energiegenossenschaft ohne Westerkappeln

„Wir haben in Westerkappeln gefragt, ob Interesse an der Beteiligung der Bürger-Energiegenossenschaft besteht. Man hat uns gesagt, dass wir sie wegen anderer Strukturen derzeit nicht einbinden können“, berichtete Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock. So interessant die ökologische Schiene sei, auch die ökonomische müsse betrachtet werden, betonte Srock.

Zudem informierte er das Gremium, dass es nach der Berichterstattung in der NOZ Rückmeldungen von Interessenten gegeben habe, die sich bei dem Projekt einbringen möchten.

Wirtschaftlichkeit beachten

„Konkretes zur ökonomischen Seite gibt es noch nicht“, räumte er ein. Gleichwohl stehe er im Kontakt mit Vertretern der Energieagentur NRW und erwarte in Gesprächen detaillierte Informationen. Zudem bestehe in Saerbeck bereits ein Modell einer Bürger-Energiegenossenschaft, über das er sich informieren werde.

Ausreichend große Dachflächen gibt es in Lotte, in Alt-Lotte beispielsweise in der ehemaligen Natosiedlung, an der Bahnhofstraße und auf dem Seniorenzentrum. „Wenn Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorliegen, kann man mehr sagen“, betonte Harhues. Der Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Israel ergänzte: „Wir brauchen Details und eine Satzung, um Fragen beantworten zu können.“
Infostand beim Gartenmarkt am 27. April

Wichtig war Srock: „Die Einlagen dürfen nicht gefährdet werden.“ Bürgermeister Rainer Lammers flocht ein, dass die Stadtwerke Tecklenburger Land bei den Planungen einbezogen werden sollten. Details präsentiert die Bürgerstiftung Lotte am 27. April beim zweiten Lotter Gartenmarkt in Büren.

Weil die Stiftung dann auch Tütchen mit Wildblumensaaten verschenkt, um etwas gegen das Insektensterben zu unternehmen, bot Stiftungsratsmitglied und Sportdirektor Manfred Wilke an: „Wir können die Saat auf etwa 6000 Quadratmetern des ehemaligen Meyerwalds, der heute Wiese am Stadion ist, ausbringen.“

Förderung mit Stiftungsmitteln

Desweiteren informierte Srock im Geschäftsbericht über mehrere Spenden und Mittelverwendung. Beispielsweise übernahm die Stiftung für sechs Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen die Kosten von rund 600 Euro für das Sportfreunde Juniors Herbstcamp. Zudem flossen Gelder in satzungskonforme Projekte. „Zukünftig werden wir nur noch bestimmte Projekte bezuschussen, damit unsere Förderung nicht untergeht“, verdeutlichte Srock eine Fördermaxime. Ein Beispiel sei die Kooperation mit dem Wersener Bürgerverein bei einem nostalgischen Filmenachmittag im Seniorenzentrum „Zwei Eichen“ im Mai.

Geschichte und Kultur

Im September initiiert die Bürgerstiftung Aktionen zum Thema Frieden, unter anderem mit dem Aspekt, wie wichtig Europa ist. Im gleichen Monat ist im evangelischen Gemeindehaus „Arche“ ein literarisch-musikalischer Abend geplant.

Weiterhin war es für die Arbeit des Stiftungsrats wichtig, nach dem Tod von Wilfried Sotta ein neues Mitglied in das Gremium zu wählen. Dieter-Joachim Srock dankte Jasmin Sotta für deren Bereitschaft, den Posten ihres verstorbenen Vaters zu übernehmen: „Wir haben uns verjüngt und freuen uns, dass wir wieder eine Frau im Stiftungsrat dabeihaben.“ Sie betonte zur Übernahme des Ehrenamts: „Das mache ich sehr gerne.“


Gründungsstifter:

 
 
 

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