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Freitag, 14. Juni 2019

Bürgerstiftung Lotte und der Kniff für Karamell-Crisps


Teilnehmer eines besonderen Abends für die Bürgerstiftung: Dieter-Joachim Srock (von links), Claus Weidner, Lottes Bürgermeister Rainer Lammers, Annette Große-Heitmeyer, Wolfgang Israel, Helga Strübbe und Joana Watermeyer. Foto: Ursula Holtgrewe

Quelle: Neue-OZ - Einmal mehr wurde bei 25 mal 25, dem nun 19. Schlemmen zugunsten der Bürgerstiftung Lotte, Ergebnisse kochender Leidenschaften in den Wersener Ratsstuben aufgetischt. Rezitationen gab es zudem – und einen süßen Tipp für Karamell-Crisps.

Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock begrüßte diesmal auch Westerkappelns Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. Ideengeber und Ratsstubenwirt Thomas Engel resümierte: „Das 19. Mahl heißt, dass wir im siebten Jahr sind. Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange währt.“ Seine Idee: 25 Gäste zahlen je 25 Euro für ein Menü. Engel zieht lediglich die Einkaufskosten ab. Den Überschuss erhält die Stiftung.

Probeessen für 25 mal 25

In der Küche wirbelten diesmal Lottes Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer und die stellvertretende Bürgermeisterin Helga Strübbe. Ein Probeessen gab es vorher auch. Jedenfalls trafen die kreativen Köchinnen den Geschmack der Gäste, die alles, auch den Nachtisch mit Karamell-Crisp, lobten.

Annette Große-Heitmeyer stellte Westerkappeln vor und startetet mit den Gemeinsamkeiten mit Lotte; beispielsweise die Gesamtschule, die Stadtwerke Tecklenburger Land und den Wanderweg Seenroute. Die Gesamtschule entwickele sich gut, berichtete die Bürgermeisterin. Nach einer umfangreichen Darstellung ihrer Gemeinde, schloss Westerkappelns Erste Bürgerin: „Ich freue mich, dass wir interkommunal viel zusammenarbeiten. Nur so kann man Gemeinde gestalten.“

Das nahm der Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Israel zum Anlass und betonte schmunzelnd, alle hätten vernommen, wie toll Westerkappeln sei:

Aber wir haben nun mal die Bürgerstiftung.

Man kann durchaus anfügen: und Claus Weidner. Aus seinem schier unerschöpflichen Fundus trug er einiges vor – und erheiterte enorm mit Kurt Tucholskys „Zur soziologischen Psychologie der Löcher“. „Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist“, beginnt das Stück aus dem Jahr 1931, das auch aktuellen Bezug hat. Es heißt: „Wenn der Mensch Loch hört, bekommt er Assoziationen: manche denken an Zündloch, manche an Knopfloch, manche an Goebbels.“

Tucholskys soziologische Psychologie der Löcher

Tucholsky geht neben anderen auch der Frage nach, wo zugestopfte Löcher bleiben und warum es keine halben Löcher gibt. Das mag einige Besucher animiert haben, den Text im Internet aufzuspüren.

Auch ging man an den Tischen der Frage nach, wie die Karamell-Crisps entstanden sind. Helga Strübbe verriet den von jedem nachzuvollziehenden Trick: Ein hartes füllungsloses Karamellbonbon auf ein Backpapier setzen und bei 160 Grad im Backofen acht bis zehn Minuten schmelzen, ohne dass sie dunkel werden. Nach Belieben auf eine Unterlage heben, ein zweites Backpapier drauflegen und ausrollen. Den verzückten Mienen nach zu urteilen, die die Beschreibung hervorrief, hat der eine oder andere Besucher das zuhause schon ausprobiert.


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