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Freitag, 19. Februar 2016

Benefiz-Menü für 30 Personen - Leckeres und Lyrik für die Bürgerstiftung Lotte


Einen unterhaltsamen kulinarischen Abend präsentieren bei 25 mal 25 (von links) Robert Budde, Günter Büter, Wolfgang Israel und Dieter-Joachim Srock. Foto: Ursula Holtgrewe

Das Foto zeigt Iris Krüninger

Quelle: Neue-OZ - Zum Benefizmenü zugunsten der Bürgerstiftung Lotte fanden sich 30 Gäste in den Wersener Ratsstuben ein. Weitere Köstlichkeiten für Seele und Lachmuskeln mit Vortragskünstlerin Iris Krüninger gab es beim neunten „25 mal 25“ zudem.

Eingangs stellte Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock Ratsstubenwirt Thomas Engel als kreativen Ideen- und Gastgeber vor. Der erwiderte lächelnd: „Danke, dass Sie alle den Abend mitgestalten. Was Robert Budde und Günter Büter in der Küche gezaubert haben, ist sehr schmackhaft.“

Auch Jugendpfleger und Sozialarbeiter können kochen

„25 mal 25“ geht so: 25 Gäste zahlen je 25 Euro für ein Menü aus der Ratsstubenküche. Engel zieht den Wareneinsatz ab. Den Überschuss erhält die Stiftung. Budde, Jugendpfleger im Wersener „Sit In“, und Schulsozialarbeiter Grüter ernteten als Gastköche viele Komplimente für Forellencreme mit Baguette, Pastinakensuppe, Bandnudeln mit Lachs und Shrimps sowie dem winterlich-zimtigen Apfelschnee.

„Meine Obsession ist es, Lyrik in die Welt zu bringen“

Lyrische Zwischengänge kredenzte Iris Krüninger mit ihrer „Gedichtbox“. „Ich freue mich sehr, erstmals in Wersen aufzutreten, weil ich hier wohne. Meine Obsession ist es, Lyrik in die Welt zu bringen. Ich liebe es, Gedichte inwendig zu lernen, um sie auswendig vorzutragen“, machte sie neugierig – und verteilte Überschriften-Stichworte mit Autorennamen. Somit gestalteten die Besucher das Programm. Es gab mehr als 40 Wünsche, ähnlich in einer Musikbox gewählte Plattenwünsche.

Erhardt, Busch, Ringelnatz

Start war der wortspielreiche lustige „Pampelmusensalat“ (Adolf Halbey) zum Buchstaben P, gefunden in einem Grundschulbuch. Heinz Erhardts „Urwald“ und „Made“ erheiterten ebenso, wie Spitzfindiges zum Beispiel „Der Werwolf“ von Christian Morgenstern. Wilhelm Busch, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und andere gaben sich ein Stelldichein.

Gleichwohl gab es auch Nachdenkliches, wie den „Katzenjammermonolog“ von Mascha Kaléko und „Mein Körper“ von Heiko Gärtner. „Er hat seine Krebskrankheit in Gedichten verarbeitet, aber ohne den Effekt auf die Tränendrüse zu drücken“, berichtete Iris Krüninger.

Leidenschaftlich, charmant – „Erlkönig“ als Reiterversion

Es gelang ihr leidenschaftlich und dennoch mühelos, mit akzentuierten Gesten, charmantem Lächeln und von großen Augen unterstützter Mimik, ihre Obsession in die Bürgerstiftungswelt zu tragen. Als dann nach dem „Erlkönig“ (Johann Wolfgang von Goethe) Horst Petersson die Gäste an seiner Reiterversion teilnehmen ließ, kannten alle das überraschende Ende. Wer mag, kann ihn ja mal fragen.

So macht Deutschunterricht Spaß

„Es ist das Schöne an den Abenden, dass wir zusammenkommen, gute Gespräche führen und gut bekocht werden. Das heute war schon ganz was Anderes als Deutschunterricht“, danke der Stiftungsratsvorsitzende Wolfgang Israel allen Mitwirkenden. Im Sommer wird das zehnte Benefiz-Menü in den „Ratsstuben“ aufgetischt.


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