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Mittwoch, 21. November 2018

Schrott wird bei 1640 Grad zu Rohstahl - Bürgerstiftung Lotte besichtigt die Georgsmarienhütte


In Sicherheitsoutfits startet die Gruppe gleich zur Besichtigung der Georgsmarienhütte. Foto: Ursula Holtgrewe

Quelle: Neue-OZ - Es war ein feuriges Erlebnis für die 15-köpfige Gruppe aus Lotte, die bei der Besichtigung der Georgsmarienhütte fasziniert Stahlschmelze, Stahlguss und Weiterverarbeitung beobachtete.

Zugunsten der Bürgerstiftung hatte Manfred Will den Ausflug mit Start und Ausklang in Wersens „Kuchenwerkstatt“ organisiert. Beim mehr als zweistündigen Gang durch den stahlproduzierenden und -verarbeitenden Betrieb ließ der Bürener und ehemalige Hüttenmitarbeiter Wolfgang Amelingmeyer keine Frage unbeantwortet. Fotos waren während der Tour nicht erlaubt.

1640 Grad Betriebstemperatur

Gleichwohl faszinierte der Elektroschmelzofen des im Jahr 1856 gegründeten Werkes – damals noch mit längst abgebautem Hochofen – die interessierten Besucher am meisten. Rund 800000 Tonnen Stahl werden jährlich gekocht. Bei 1640 Grad gibt es 21 Schmelzen am Tag. „In einer Stunde sind rund 150 Tonnen Stahl fertig“, erklärte Amelingmeyer.

Vergleich mit der Hölle

Schrott aus ganz Deutschland wird verflüssigt und in Stränge gegossen. Diese werden in der eigenen Schmiede sowie in anderen, auch solche der Automobilindustrie hierzulande, weiterverarbeitet.

Aufgrund des Krachs und der aus dem mächtigen Kessel hoch aufschießenden Flammen macht der Vergleich mit der Vorstellung die Runde, so könne es in der Hölle aussehen. Und weil es allen gut gefallen hat und beim Imbiss in der „Kuchenwerkstatt“ weitere Besucher an den Tischen saßen, lagen für die Bürgerstiftung Lotte 160 Euro in Manfred Wills Sammeldose.


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