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Dienstag, 11. Dezember 2018

10. Benefizkonzert - Peter Budden und Band auf dem Hof Steinmeier in Halen


Olaf Thielsch, Pete Budden, Werner "Eddy" Schwegmann und Manfred Will, rechts im Hintergrund Schlagzeuger Christian Ohl, erfreuen die musikalischen Gäste beim Konzert auf dem Hof Steinmeier. Foto: Erna Berg

Quelle: Neue-OZ - Ein mitreißendes Konzert erlebten die Gäste auf dem Hof Steinmeier in Halen mit Pete Budden und seiner „Band of Friends“. Diese 10. Benefizveranstaltung zugunsten der Bürgerstiftung Lotte hatte wieder Manfred Will organisiert.

Über den weihnachtlich geschmückten Hof gelangten die Besucher ins warme, urgemütliche Kaminzimmer und in die ehemalige Diele und suchten sich ein gutes Plätzchen, um das Konzert mit Pete Budden und seinen Freunden genießen zu können. Familie Steinmeier hatte alle Räume liebevoll vorbereitet. Etwas anders als in den Jahren zuvor, gab es diesmal Stehtische - für diejenigen Rocker, die einfach nicht still sitzen konnten oder wollten.
Für die Bürgerstiftung

Es war das 10. Benefizkonzert zugunsten der Bürgerstiftung, das Manfred Will mit viel Engagement auf dem Hof Steinmeier organisiert hat. Insgesamt kann er auf mittlerweile 17 Will-Veranstaltungen zurück blicken, zu denen auch kleinere in der „Kuchenwerkstatt Wersen“ gehören. Für die vierzehn Benefize für die Bürgerstiftung sei er unentgeltlich rund 5600 Kilometer gefahren, habe insgesamt für alle 17 Events 3500 Flaschen Bier, und je 700 Flaschen Wein und Weizen organisiert, die seine Frau Agrita Hinz an die Gäste ausgab. Außerdem besorgte er Preise bei Sponsoren aus Lotte für die Tombola.

Karten innerhalb eines Tages verkauft

Die wie jedes Jahr so begehrten rund 90 Karten seien nach Bekanntgabe des Konzert-Termins innerhalb eines Tages verkauft worden. Manfred Will hatte Pete Budden, auch Piano-Pete genannt, und seine Band vor zwei Jahren gehört und habe sofort gedacht: „Diese tollen Musiker und Charaktere sind was für Hof Steinmeier“.
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An diesem Abend wartete außerdem ein Sparschwein auf die Großzügigkeit der Gäste, der Erlös soll an Unicef gehen, eine Organisation, die Kindern in rund 150 Ländern der Welt ein besseres Leben ermöglichen möchte.

Keine Meditationsmusik

Mit einem strahlenden Gesicht begrüßte Pete Budden aus Geeste die Gäste und warnte sie: „Nicht erschrecken in der ersten Reihe, wir sind schon so leise wie es geht.“ Doch Rockmusik ist keine Meditationsmusik. „3,4“, zählte Budden an, und die vier Musiker im allerbesten Männeralter legten los.

„Erkannt?“, fragte Piano-Pete bei „Cocaine“, einem Rocksong von J. J. Cale, 1976 geschrieben und veröffentlicht. Nach diesem Lied nannten die begeisterten Zuhörer Sänger und Gitarrist Werner „Eddy“ Schwegmann mit seiner durch Mark und Bein gehenden Stimme nur noch „Joe Cocker“. Während Pete leidenschaftlich und faszinierend, mit geschlossenen Augen und schwingenden Haaren „Ain`t no Sunshine“ zum Besten gab und anschließend mit „Santana“ alte Erinnerungen weckte, rockten Anne, Susanne und Silke an den Stehtischen angesteckt mit.

Voller Leidenschaft und Spielfreude begeistern Pete Budden und Werner "Eddy" Schwegmann die Gäste. Foto: Erna Berg

Mit einem fulminanten Solo beendete Schlagzeuger Christian Ohl den Santana-Song und bekam Küsschen von einem besonders begeisterten weiblichen Fan.
Gänsehaut-Ballade

Petes letztes Lied „Piano Man“, ganz romantisch und sanft gesungen, „erzeugte bei mir Gänsehaut am ganzen Körper“, gab Thekla Hasselkuß gerne zu und meinte: „Jede Rockband ist anders, diese ist unheimlich toll, und jede Stimme passt zu dem Lied, das sie singt.“ Auch Bürgermeister Rainer Lammers äußerte sich begeistert über diese „hochkulturelle Veranstaltung“.

Nach einer kleinen Erholungs- und Schinkenbrotpause hatte Pete sein Jackett abgelegt, denn durch die hohe Intensität der Darbietungen war es heiß geworden. „Eddy“, der seit 35 Jahren gemeinsam mit Freund Pete unterwegs ist, schenkte den Zuhörern keine physische Erholung, er rockte und lockte die Gäste mit Gitarre und markanter Stimme, die teilweise ekstatisch zur Musik tanzten.

Geballte Power

Die Künstlerfreunde präsentierten geballte Power, sprühten vor Leidenschaft und Spielfreude und steckten mit ihrer ungefährlichen Elektrizität an. Die Stimmung steigerte sich von Stück zu Stück: „Get back“ von den Beatles, „We don´t need no education“ von Pink Floyd, „Unchain my heart“ von Joe Cocker. „Das ist Wahnsinn“, schrien einige Gäste in die Runde, pfiffen und klatschten. „Das ist der Hammer!“, riefen sie bei „Born to be wild“ von Steppenwolf, für aktuelle und einstige Motorradfahrer gespielt. Jeder genoss die Musik auf seine Art, die einen mit innerer Freude und leisen Bewegungen, die anderen expressiv und mitsingend.

Ein Solo als Zugabe

Bescheiden im Hintergrund blieb Olaf Thielsch mit seiner Gitarre. „Er spielt so gut, ist so wichtig für unsere Band, wir vier sind Freunde und verstehen uns so gut, dass wir gar nicht zusammen proben müssen“, erzählte Pete Budden. Beim vorletzten Stück lud die Band Manfred Will ein, auf seiner weißen Gitarre mitzumachen. Ohne Zugabe gingen die Gäste nicht nach Hause, also ein letztes, ein leises Solo von Piano-Pete, passend zum baldigen Weihnachtsfest: „A child is born.“

Die Gäste äußerten sich bedauernd, dass diese wunderbaren Konzerte auf dem Hof Steinmeier in Zukunft zu Ende gehen sollen und bedankten sich bei Manfred Will, Agrita Hinz und Familie Steinmeier für viele schöne Stunden. Aber Wills Aussage, „dies war das vorerst letzte Mal“, lässt zwischen den Worten Hoffnung aufkommen.


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